Webcomic kurz vorgestellt: Garfield minus Garfield

teaser-garfield-minus-garfieldIch hatte ja am 5. März schon über die Best  Web Comics berichtet, in denen Mashable unter anderem Garfield minus Garfield auflistete. Gestern hat Spiegel Online im Artikel „Komik ohne Kater“ ebenfalls ausführlich über den Web Comic berichtet. Grund genug mir das Stück Jugenderinnerung – ich bin ja praktisch mit Garfield Comics aufgewachsen – einmal näher anzuschauen. Hatte ich sowieso vor…

Was ist also Garfield minus Garfield? Worum geht es?  Im Prinzip ist die Sache recht einfach. Dan Walsh, Blogger und „Erfinder“ des Web Comics hat anno Januar 2008 einfach den Protagonisten, den faulen Kater Garfield, aus den Strips von Jim Davis heraus retuschiert, das Ergebnis in seinem Blog veröffentlich und damit zufällig den Zeitgeist getroffen. Durch das Entfernen von Garfield liegt der Fokus der Strips nun komplett auf der Figur „Jon Arbuckle“, dem Herrchen des Katers, und spiegelt somit das etwas trostlose, traurige Leben eines männlichen Singles wider. Dan Walsh über seine Idee:

„Ich saß dann in meinem Apartment und fand immer originellere Wege mich zu beschäftigen, ohne meinen Gehaltsscheck zu sprengen: schlechte Filme schauen, viel Kaffee trinken, katastrophale Annäherungsversuche an Mädchen starten“, schreibt er im Vorwort zur Buchausgabe seiner Strips. „Tatsächlich ähnelte mein Leben sehr dem eines gewissen Mr. Jon Arbuckle“.

Anscheinend können sich viele Menschen ebenso mit „Arbuckle“ indentifizieren.  Die Fangemeinde wuchs nach und nach und die Geschichte  mündete darin, dass sogar ein Buch veröffentlich wurde, an dem übrigens auch der Erfinder Garfields Jim Davis mitgewirkt hat.

Was lernt man aus der Geschichte? Man muss nicht unbedingt Zeichnen können. Mit der richtigen Idee zur rechten Zeit kann man auch einen erfolgreichen Web Comic erstellen. Ihr solltet auf alle Fälle mal reinschauen… manche Sachen sind wirklich – gerade ohne Garfield – urkomisch.

Link: garfieldminusgarfield.net

Webcomic Lesetipp: eriks deae ex machina

teaser-deae-exHeute möchte ich Euch ein Webcomic ans Herz legen, der den Namen wirklich verdient hat. Es geht um eriks deae ex machina, von Frank „Erik“ Weißmüller, auf den ich mehr oder minder zufällig gestossen bin. deae ex ist Erik’s Erstlingswerk und somit sein Debüt.

Worum geht es?

Die Geschichte beginnt vor mehr als 3000 Jahren und handelt von drei Göttinnen, den Deae, drei unsterbliche Schwestern und entwickelt sich zum finalen Anschlag auf eine Welt zwischen zwei Kriegen. Nur einer kann die Katastrophe verhindern(…)

Liest sich auf den ersten Blick nicht allzu spannend, ist es aber. Die Geschichte entwickelt sich von Kapitel zu Kapitel weiter. Wieviel Kapitel der Comic letztendlich haben wird, das weiss nur Erik. Bisher sind deren vier Online exklusiv zu sehen.

Ich bin kein Experte was Comics angeht und deswegen kann ich mir auch kein fachmännisches Urteil erlauben, doch für mein Empfinden ist deae ex ein absoluter Hinkucker, in Sepia-Tönen koloriert, und ein „must-read“.

Neben der Geschichte gibt Erik – und das ist das eigentlich spannende für mich – einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Comics. Das heißt Story, Planung, Studien, Skizzen und auch Fehlschläge werden von ihm kommentiert und aufgezeigt. Für ein Debüt finde ich den Comic, nach nur vier Kapiteln, schon mehr als gelungen. Respekt. Ich bin gespannt was Erik in den nächsten Jahren noch auf die Beine stellt.

Ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel und harre der Dinge, die da kommen werden.

… und jetzt nichts wie hin: eriks deae ex machina.

[via SF-Radio.net]